Hajo’s Krebserkrankung

Und plötzlich haste Krebs!!!

"Chronologie einer tückischen Krankheit."

Die nachstehende Schilderung meiner Krebserkrankung sowie die diversen Behandlungen sind mein Versuch, dieses Thema zu verarbeiten und meine Erfahrungen mit der Krankheit an interessierte Mitmenschen weiter zu geben. Ich habe mir Mühe gegeben, so exakt wie möglich, aus meiner subjektiven Sicht, den Verlauf meiner Krebserkrankung niederzuschreiben.

Zur besseren Information für die Leser habe ich versucht alle medizinschen Fachbegriffe mit entsprechenden Links zur Erläuterung zu versehen.
Sie brauchen nur die unterstrichenen Begriffe anzuklicken und werden dann auf die entsprechende Seite im Internet geleitet.


Legende

Kapitel 1:Wie alles begann

Kapitel 2:Die erste Behandlung im KHS Euskirchen

Kapitel 3:Die Diagnose: Hodenkrebs

Kapitel 4:Die Chemotherapie

Kapitel 5:Die letzte OP

Kapitel 6:Die regelmäßigen Nachuntersuchungen.

 


Informationen zu Hodenkrebs. Herausgeber: Deutsche Krebshilfe e.V., Bonn


Kapitel 1:Wie alles begann


Montag, den 16.05.2011

An diesem Montag fahre ich von Bad Birnbach/Bayern aus der Rosenklinik, in der meine Frau Christa eine 3 wöchige REHA (Knie-TEP) macht, wieder nach Haus.
Während der 6 stündigen Fahrt, verspüre ich im hinteren linken Rückenbereich, da wo die Niere ist, Schmerzen.
"Da habe ich bestimmt schief im Auto gesessen, rede ich mir ein."
Zuhause angekommen, lassen die Schmerzen nicht nach. In der Nacht habe ich Magenkrämpfe und Durchfall.

Die nächsten Tage

Am nächsten Tag fahre ich wieder zur Arbeit. Die Schmerzen sind nach wie vor vorhanden.
Ich werfe mir erstmal eine halbe Ibuprofen 600 ein. 7-8 Stunden danach sind die Schmerzen weg.
Danach lasse ich die Tablette weg, die Schmerzen sind wieder da.
Fazit: Da ist was!
Ich nehme mir vor, sobald ich Christa aus der REHA-Klinik abhole, werde ich Ihr mein Problem mitteilen und direkt zum Arzt gehen.
Da ich mit den Tabletten schmerzfrei bleibe, unternehme ich auch die eine oder andere Rennrad Tour.
Am Samstag, den 21.Mai fahre ich ca. 60 Km mit dem Rad nach Köln und besuche meinen Arbeitskollegen Ralf Schlösser in seiner Gartenlaube.
Abends wird bei Küppers noch lecker gegrillt und das eine oder andere Bierchen vom Fass getrunken.

Samstag, den 28.05.2011

Ich fahre wieder nach Bad Birnbach um Christa am 30.05.2011 wieder zurück nach Nörvenich zu holen.
Da die Schmerzen immer noch vorhanden waren, gehe ich am nächsten Tag zu meinem Hausarzt.

Dienstag, den 31.05.2011

Ab heute wird es spannend in meiner Krankengeschichte. Was habe ich denn eigentlich? Die Lösung zu dieser Frage dauert noch einige Zeit.
Mein Hausarzt, Dr. Jan Behets, untersucht mich und leitet für den nächsten Tag weitere Untersuchungen ein.

Mittwoch, den 01.06.2011

Mein Hausarzt nimmt Blut ab und anschließend wird noch eine Sonografie an dem betroffen Bereich gemacht.
Dabei stellt er fest, das links neben der Aorta in Nähe der Wirbelsäule eine Ausbreitung, eventuell ein Aneurysma vorhanden ist.
Er leitet unverzüglich eine Computertomographie CT Untersuchung ein, die bereits am Freitag, den 03.06.2011 stattfinden soll.

Freitag, den 03.06.2011

Alex begleitet mich zur CT-Untersuchung.
Ergebnis: "Kein Aneurysma!" Das ist doch schon mal Super, denke ich mir.
Der Arzt meint, es handele sich um sogenanntes Lymphom in der Größe von ca. 10 x 5 cm. Was sich genau dahinter verbirgt, wußte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Der Gedanke, das es sich um Krebs handeln könnte, ist mir nicht gekommen.
Abends gehen wir ins La Mirage wo wir uns mit der gesamten Damm's Familie zum jährlichen Essen treffen.
Ein sehr schöner Abend, den wir draussen auf der Terrasse bei leckerem Essen und Getränken verbringen.

Montag, den 06.06.2011

Ich bin wieder bei meinem Hausarzt, der mich nach diesem CT Ergebnis sofort ins Krankenhaus einweisen will.
Das lehne ich aber ab, da am kommenden Pfingstwochenende der Live Auftritt von Roger Waters mit "The Wall" in Hamburg stattfindet, für den Alex und ich 2 gute Innenraumkarten vor fast einem Jahr haben gekauft.Da wollen wir unbedingt hin.
Ausserdem steht am Dienstag nach Pfingsten ein 2-wöchiger Urlaub in Milano-Marittima/Italien an.
Jan Behets hat dafür Verständnis und überweist mich, nachdem er tel.einen Termin für den nächsten Tag gemacht hat, an den Facharzt für Innere Medizin Dr. Halabi nach Düren.

Dienstag, den 07.06.2011

Dr.Halabi untersucht mich ( Sonografie, abhören, Lymphdrüsen abtasten, CT Bericht und Bilder anschauen.
Ergebnis: Da ist etwas in meinem Körper, was da nicht sein sollte.
Er rät davon ab, das wir die Fahrt nach Hamburg bzw. nach Italien durchführen. Das Risiko wäre zu groß.
Zuhause berichten wir Alex und Fabian über das Ergebnis und das Fahrverbot. Alex möchte auch nicht alleine nach Italien fahren.
Den Urlaub können wir noch immer nachholen und die Karten fürs Konzert versuchen wir im Internet zu verkaufen.

Mittwoch, den 08.06.2011

Ich bin nochmal bei Dr.Halabi.
Es folgt eine Blutabnahme sowie eine Untersuchung der Hoden. Das abtasten ergibt keinen negativen Befund.
Er schlägt noch ein weiteres CT des Torax vor. Den Termin, 22.06.2011, erhalte ich tel. am 09.06.2011 durch die Praxis von Dr.Halabi.
Dr. Halabi erklärt mir dann die weitere Vorgehensweise:
Am Dienstag, den 14.06.2011 findet eine Tumorkonferenz im KHS Düren statt, bei der mein Fall besprochen wird.
Am Mittwoch, den 15.06.2011 erhalte ich dann tel. Info von Dr. Halabi über das Ergebnis dieser Konferenz. Aha, das erste Mal fällt das Wort Tumor im Zusammenhang mit meiner Krankheit.
Das Grübeln und Warten auf Resultate geht weiter.
Das Recherchieren im Internet nach "Tumor, Lymphom, Tumorkonferenz usw." wird von mir intensiviert.
Dadurch vergrößert sich natürlich meine Unsicherheit, um welche Krankheit es sich handeln könnte.
Der Begriff Tumorkonferenz weist für mich zum ersten Mal auf Krebs hin.

Mittwoch, den 15.06.2011

Um 12:30 Uhr meldet sich Dr.Halabi tel. bei mir und teilt mir mit, das ich am Dienstag, den 28.06.2011 im KHS Düren bei Dr.Kinkel einen Besprechungstermin habe.
Wie, geht das nicht schneller? Nochmal 13 Tage Ungewißheit? Christa und ich drehen langsam am Rad.
Am Abend informieren wir unsere Kinder. Alex schlägt vor, Dr.Peter de Faber, Arzt für Innere Medizin in Euskirchen, einzuschalten.
Ich willige ein und Dr.de Faber meldet sich umgehend telefonisch bei mir und schlägt vor, am nächsten Tag um 08:00 Uhr zur Untersuchung in seine Praxis zu kommen.
Anschließend würde ich im KHS Euskirchen zur weiteren stationären Behandlung aufgenommen. Also es geht doch. Ich sage O.K.

Donnerstag, den 16.06.2011

Christa begleitet mich in die Praxis.
Der Arzt untersucht meinen Bauchbereich mit einem hochmodernen Ultraschallgerät und macht das Gebilde (Tumor), welches an dieser Stelle nicht sein sollte, für uns sichtbar.
Weiter untersucht er meine Schilddruese sowie meine Hoden. Beides ohne Befund.
Leider konnten wegen eines techn. Defektes keine CD der Aufnahmen erstellt werden.
Dr. de Faber weist mich ins Marien Hospital Euskirchen ein.

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Kapitel 2:Die erste Behandlung im KHS Euskirchen

Donnerstag, den 16.06.2011

Gegen 9:00 Uhr treffen wir im Marien Hospital in Euskirchen ein.
Am Empfang treffen Änni Braun, die Schwester unserer Schwägerin Irmgard, die als Telefonistin im KHS arbeitet.
Wir erläutern Ihr kurz den Grund unseres Besuches und melden uns dann in der Ambulanz.
Nach kurzer Wartezeit bin ich dran. Ein Zugang wird mir am li Arm gelegt. Die diensthabende Ärztin befragt mich mich nach meinen Beschwerden.
Da ich leider die Bilder meiner CT Untersuchung nicht mit dabei habe, meint die Ärztin ich solle diese besorgen und heute oder am Freitag im KHS abgeben.
Dann könnte mein Fall am Montag, den 20.06.2011 besprochen werden und eine OP für den Folgetag geplant werden. Das hört sich gut an.
Der Zugang wird wieder entfernt und wir düsen mit unserer gepackten Tasche wieder nach Hause. Ich fahre direkt weiter zum Röntgeninstitut, hole die CT Aufnahmen ab und bringe diese ins Marienhospital nach Euskirchen. Änni fängt mich am Eingang ab. Sie hat Professor Dr. Schwering, Leiter der Chirurgie, getroffen und ihm meinen Fall geschildert. Ich sollte schnellstmöglich bei ihm vorsprechen.
Gesagt, getan. Ein symphatischer grauhaariger Mann mit Bart empfängt mich. Ich schildere meine Beschwerden und er schaut sich gemeinsam mit den Röntgenärzten die mitgebrachten CT Bilder an.
10 Min. später kommt er zurück und erklärt mir anhand eines Lehrbuches auf einem Bild was sich denn da fälschlicherweise in meinem Bauch befindet.
Er schlägt vor, am nächsten Tag zu operieren und diktiert noch einen Arztbrief für meinen Hausarzt in dem er über einen hühnereigroßen Tumor, es könnte ein Paragangliom, GIST Tumor ein GIST-Tumor oder aber auch um ein Lymphom handeln.
Alles Böhmische Dörfer für mich. Der Tumor soll laparoskopisch entfernt werden, einer Schnellschnittuntersuchung (Biopsie) unterzogen werden und wenn es erforderlich ist, in gleicher OP entfernt werden. Ich werde auf Station 2A in einem 2-Bett Zimmer aufgenommen und informiere Christa über die neue Situation und sie solle mir die gepackte Tasche vorbeibringen.
Relativ zügig werden alle notwendigen Voruntersuchungen für die anstehende OP gemacht ( Blutabnahme, Röntgen, EKG, Lungenfunktionstest).
Da freut man sich, das es endlich voran geht, aber manchmal kommt es anders als man denkt. Der OA Dr.Axer meinte nämlich in einem Gespräch, das die OP am Freitag nicht stattfinden wird.
Grund: Beim herausschneiden eines solchen Tumors könnte es zur Freigabe von irgendwelchen Hormonen kommen, die den Blutdruck in drastische Höhen treiben könnten.
Ob solche Hormone in mir sind, soll über eine 24 stündige Urin Untersuchung abgeklärt werden. Anschließend wird diese Probe in einem Institut untersucht werden. Ergebnis kommt am Montag nächster Woche. Denkste!
OK, also bis Freitagnachmittag in den Urinbehälter pinkeln und dann erstmal wieder nach Haus.
Ich wandere zum Aufzug, die Tür geht auf und Christa und Klaus stehen mit der gepackten Tasche vor mir. Alles wieder zurück. Ich komme morgen erstmal wieder nach Haus.
Sie staunen nicht schlecht über die neue Entwicklung.

Freitag, den 17.06.2011

Gegen 16:00 Uhr duese ich wieder nach Haus. So kann ich wenigstens noch an der abendlichen Geburtstagsfeier unserer Nachbarin Andrea teilnehmen.

Montag, Dienstag den 20./21.06.2011

Wie vereinbart bin ich gegen 11:00 Uhr wieder im Hospital.
In Ermangelung eines 2-Bett Zimmers auf Station 2A werde ich in einer kleinen 1-Bett Suite auf Staion 3B untergebracht.
Gegen Mittag sollen die Ergebnisse der Urinuntersuchung da sein. Aber Nichts kommt!
Mehrfaches beschweren bringt mich nicht weiter. Gegen 18:00 Uhr erscheint dann endlich der Assistenzarzt Dr. T.Neuhaus und teilt mir mit, das die Ergebnisse leider noch nicht vorliegen.
Dr. Neuhaus hat nochmals tel. beim Institut nachgehakt und man hat ihm versprochen, das die Ergebnisse am nächsten Tag bis 12:00 Uhr da sein sollen. Und wieder warte ich vergebens. Bis um 13:00 Uhr noch immer keinerlei Informationen.
Ich reklamiere beim Pflegepersonal heftigst. Christa und Fabian kommen zu Besuch. Beide sind auch stinksauer wegen der Verzögerungen. Endlich gegen 16:00 Uhr kommt Dr. T. Neuhaus mit dem positiven Ergebnis: "Keine Gefahr. Diese Hormone sind nicht in meinem Körper vorhanden".
OK, wann wird denn endlich operiert?
Man glaubt es kaum, aber da kommt das nächste Hindernis. Der Chef behält sich vor, ob vor der OP noch eine Szintigrafie gemacht werden soll.
Ja dann frag doch den Professor direkt, damit es endlich weiter geht. Geht nicht, der Professor ist zu seiner kranken Schwester nach Münster gefahren und sobald er zurück ist, wird das geklärt.
Ich soll erstmal wieder nach Hause fahren und Dr. Neuhaus meldet sich telefonisch bei mir. Wir sind ob dieser Entwicklung stinksauer.
Am Mittwoch, den 22.06.2011 gegen 11:00 Uhr, wir sitzen gemütlich auf der Terrasse, ruft dann tatsächlich Dr.Tom Neuhaus bei uns an und teilt mit, das er mit dem Professor gesprochen habe und das keine Szintigrafie stattfinden wird.
Am Dienstag nächster Woche soll ich zur stationären Aufnahme kommen und die OP ist für Mittwoch, den 29.06.2011 geplant.
Da bin ich mal gespannt. Die Tage bis zum 28.06.2011 ziehen sich hin. Der Kopf wird nicht frei. Viel Grübeln und Recherche im Internet darüber, was denn in meinem Körper drin ist, zehren an den Nerven.

Dienstag, den 28.06.2011

Christa begleitet mich zur stationären Aufnahme ins Marienhospital nach Euskirchen.
Leider ist kein 2-Bett Zimmer mehr frei. Dann fahre ich wieder nach Hause!
Wir organisieren Ihnen ein 2-Bett Zimmer, sagt das Pflegepersonal. Sie können hierbleiben.
Es dauert bis 11:00 Uhr , dann bekomme ich ein großes renoviertes 2-Bett Zimmer mit Dusche u. WC welches ich auch als Einzelzimmer haben kann. Her damit, nehm ich. Dann hab ich meine Ruhe.
Anschließend wird das Telefon angemeldet. Verschiedene Ärzte (Narkosearzt usw.) kommen an diesem Tag noch aufs Zimmer und informieren und befragen mich.
Die OP ist für den Mittwoch um 10:00 Uhr geplant.

Mittwoch, den 29.06.2011

Der Tag der Wahrheit. Kurz vor 10:00 Uhr werde ich mit meinem Bett in den OP Bereich gefahren.
Zuerst empfängt mich das Narkose-Team. Vom Bett auf den Metall-OP-Tisch. Diverse Geräte anschließen und gleich werden Sie etwas müde.
Tatsächlich. Ich wache einige Stunden später auf der Intensivstation wieder auf.
Ja dann habe ich erstmal alles überstanden? Gegen 13:30 Uhr kommt Christa zu Besuch. Auch Ihr ist erstmal die Erleichterung anzusehen. Kurze Zeit später kommt Professor Schwering an mein Bett und erläutert kurz wie die OP verlaufen ist.
Man hat mit einer explorativen Laparatomie ( Explorative Laparoskopien sind Operationsverfahren zur Sicherung oder Ausschluß einer Verdachtsdiagnose. Bei diesem Operationsverfahren kann nach Sicherung der Diagnose durch gezieltes Einbringen weiterer Zugangswege eine Operation durchgeführt werden ) den Bauchraum geöffnet und den vorhandenen hühnereigroßen Tumor entfernt und diesen zur intraoperativen Schnellschnittuntersuchung eingesandt. Diese Untersuchung ergab, das es sich um einen malignen (bösartigen Tumor) handelt.!!!!
Wahrscheinlich um ein Teratom.
Jetzt haben wir leider Gewißheit. Ein bösartiger Tumor wurde also bei mir entfernt. Gott sei Dank, jetzt ist das Teil endlich weg. Und wiedermal Denkste
Ich bleibe bis zum nächsten Tag auf der Intensivstation und werde dort hervorragend betreut. Danke an Schwester Andrea. Wieder auf meinem Zimmer angekommen, erhole ich mich doch relativ schnell. Ich leide zwar an Appetitlosigkeit und kann noch nicht richtig aufs Klo gehen aber wozu auch, wenn ich nichts esse.
Christa bringt mir leckere Sachen (Frikadellen usw.) mit, aber selbst die krieg ich nicht runter.
Viele Freunde, Verwandte, Bekannte, Arbeitskolleginnen und Kollegen und natürlich meine liebste Christa und meine Söhne kommen mich während meines Krankenhausaufenthaltes besuchen.
Das tut wirklich gut und trägt zur schnellen Gesundung bei.
In der nächsten Woche schmeckt mir auch endlich das Essen wieder. Ein Teilergebnis der histologischen Untersuchung kommt am 04.07.2011 bei mir an.
Es liegt kein malignes Lymphom vor sondern eventuell ein Karzinosakrom und ein malignes Teratom vor.
Ich frage meinen Oberarzt Dr. Jakobs ob das denn nun Krebs ist? Ja das ist ein bösartiger Krebs!
Ich bin bedient. Tränen fließen. Mit dieser Diagnose muß man erstmal fertig werden! Diese tückische Krankheit werden wir gemeinsam meistern, verspreche ich Christa. Aufgeben kennen wir nicht. Also stellen wir uns dieser nicht ganz einfachen Herausforderung.
Der Heilungsprozess verläuft recht gut. Ausser an dem ca. 20cm langen Bauchschnitt verspüre ich keine Schmerzen.
Auch der Ursprungsschmerz ist nicht mehr vorhanden. Ein gutes Zeichen? Und wieder einmal Denkste!
Am 07.07.2011 wird noch ein CT von Torax und Kopf gemacht. Ergebnis: Nichts negatives festgestellt.

Freitag, den 08.07.2011

Ich fühle mich körperlich und geistig sehr gut und würde gerne das KHS in Richtung Heimat verlassen. Am Vormittag habe ich nochmal Besuch von 2 Arbeitskollegen aus Köln, die mir wieder einen schönen Fresskorb mitbringen.
Mittags kommt mein bester Freund Klaus zu Besuch.
Am frühen Nachmittag kommt OA Dr. Jakobs zur Visite. Jetzt oder nie! Wann kann ich denn eigentlich nach Hause gehen?
Wenn Sie wollen, dann kann ich Sie entlassen, sagt Dr. Jakobs.
Ich bin begeistert. Die noch vorhandenen Klammern am gut verheilten Bauchschnitt können am Samstag ambulant in der Notfallaufnahme entfernt werden.
Nächste Woche soll ich unbedingt Kontakt mit dem Onkologen Dr. Linck, der arbeitet mit KHS zusammen, zwecks Nachbehandlung aufnehmen.
Ausserdem sollte ich auch schnellstmöglich einen Urologen konsultieren.
Zum Abschluß der Visite befrage ich Dr. Jakobs, ob denn eigentlich der komplette Tumor aus meinem Körper entfernt wurde.
Diese Frage könne er nicht beantworten. Er muß dazu den Professor Schwering befragen, der jedoch zur Zeit am OP Tisch stehe.
Er wird den Prof. noch fragen und sich ggf. tel. bei mir melden. Auf diesen Anruf warte ich bis Heute noch. Ich rufe bei Christa an, die sich riesig auf meine Rückkehr freut.
Klaus nimmt mich mit nach Hause.

Samstag, den 09.07.2011

Ich fahre mit Christa ins KHS Euskirchen um die Klammern entfernen zu lassen. Klappt alles gut und ohne Probleme.

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Kapitel 3:Die Diagnose: Hodenkrebs

Kalenderwoche 28

In der nächsten Woche habe ich zuerst einen Termin beim Onkologen Dr. Linck.
Ergebnis: Grundsätzlich ist der vorhandene Krebs gut heilbar. Ich sollte aber zuerst einen Urologen konsultieren, was ich dann auch in der gleichen Woche gemacht habe. Ich stelle mich bei dem Urologen Dr. Zillikens in Euskirchen vor.
Bei der Untersuchung diagnostiziert er einen Hodentumor links, obwohl die Tumormarker im Normbereich liegen.
Das ist natürlich eine Hammerdiagnose für mich. Wie gehts jetzt weiter?
Dr. Zillikens schlägt einen ambulanten Vorstellungstermin am 18.07.2011 im KHS Düren / Urologie bei Dr. Börgermann vor. Am Dienstag, den 19.07.2011 habe ich dann einen Termin, den ich gemeinsam mit Christa beim OA Dr. Breuer in der Urologie im KHS Düren wahrnehme.
Ich lege Dr. Breuer den Arztbericht meiner OP vom 13.07.2011 aus dem KHS Euskirchen vor.
Da haben Sie sich aber etwas eingehandelt, meint Dr. Breuer.Wieso???
In dem Bericht steht unter der Rubrik Therapie, das eine R-2 Resektion des Tumors stattgefunden hat.
Na und, frage ich. Was heißt das denn?
Der Resektion von Tumoren läßt sich unterteilen in:
R0-Resektion: Entfernung des Tumors im Gesunden. In der Histopathologie kein Tumorgewebe im Resektionsrand nachweisbar.
R1-Resektion: Makroskopisch wurde der Tumor entfernt. In der Histopathologie sind jedoch kleinere Tumoranteile im Resektionsrand nachweisbar.
R2-Resektion: Grössere, makroskopisch sichtbare Teile des Tumors konnten nicht reseziert werden (Erhalt lebenswichtiger Strukturen).
Da frage ich mich natürlich, was haben die denn im KHS Euskirchen aus meinem Körper entfernt?
OK. Dr.Breuer sagt uns, das als nächster Schritt der Hodentumor durch eine OP bei mir entfernt werden müßte.
Der Resttumor(malignes Teratom) müßte eventuell nochmals durch eine OP entfernt werden. Ich sollte schnellstmöglich CT-Befunde, Ergebnisse der Gewebeuntersuchungen sowie den OP-Bericht von der am 29.06.2011 durchgeführten Bauch OP besorgen.
Jetzt wird es skurril. CT-Befunde und Histologische Befunde bekomme ich ohne Problem im KHS Euskirchen.
Den OP-Bericht fordere ich noch telefonisch am 19.07.2011 bei der Sekretärin von Prof. Dr. med. Schwering an.
Ich muß jedoch von dieser Dame erfahren, das es keinen OP-Bericht über meine OP gibt! Von wem ich denn operiert wurde?
Ja vom Professor Dr. med. Schwering.
Nein, Sie wurden nicht operiert!
Dann verbinden Sie mich bitte unverzüglich mit dem Professor.
Der ist nicht da und er kann auch nicht tel. erreicht werden. Wann er wieder da ist kann ich auch nicht sagen, meinte die Sekretärin.
Unglaublich. Ich melde mich morgen noch mal bei Ihnen. Am nächsten Tag erhalte ich von der Dame aus dem Vorzimmer die gleiche nichtsagende Auskunft, das kein OP Bericht vorliegt und das der Professor noch immer nicht zu erreichen ist. Am Donnerstag, den 21.07.2011 rufe ich wieder an und oh Wunder, plötzlich gibt es doch einen OP Bericht, den ich abholen kann. Kurze Zeit später habe ich den Bericht in der Hand.
Erstellt am 20.07.2011 von einer Frau Dr. Franke, die mich wohl auch operiert hat. Assistiert hat der Prof.Dr.med. Schwering. Wirklich interessant. Diese Ärztin habe ich leider nie zu Gesicht bekommen.
Ich bringe den Bericht direkt ins KHS Düren. Dr. Breuer ist leider nicht da, aber er wird sich tel. bei mir melden.
Am Samstagabend gegen 20:00 Uhr meldet sich tel. Frau Lehnert, Ärztin der Urologie im KHS Düren, bei uns und teilt mit, das ich am Montag, den 25.07.2011 um 7:00 im KHS auf Staion 3 A sein soll. OK ich komme.

Montag, den 25.07.2011

Stationäre Aufnahme auf Station 3A Zimmer 328.Um 7:00Uhr erste Blutabnahme.
Um 9:15Uhr gibt es die große Chefvisite mit 7 Leuten. Das kannte ich vom KHS Euskirchen überhaupt nicht.
Chefarzt Dr. Börgermann stellt sich vor und erklärt mir, was gemacht werden soll.
Die Entfernung des li Hoden ist für den nächsten Tag geplant.
Die weitere Vorgehensweise bezüglich des noch vorhandenen Resttumors (Teratom) ist abhängig von der histologischen Untersuchung des entfernten Hodens.
Eine Chemotherapie ist durchaus möglich. Gegen 12:00Uhr gehts zum CT. Danach gibt es erstmal was zum Essen. Um 15:00 Uhr besucht mich Christa. Erst noch ein EKG und dann gehen wir gemeinsam in die Cafeteria ein genießen Kaffe und Kuchen.
Am späten Nachmittag gibts noch ein Aufklärungsgespräch mit dem Narkosearzt.
Christa nimmt meine Wertsachen mit nach Hause und verabschiedet sich. Ich bin traurig.

Dienstag, den 26.07.2011

Um 7:00Uhr wecken und gegen 7:30Uhr rasiert mir Pfleger Dominik sämtliche Haare am Unterleib ab.
OP Hemdchen und Marta-Trombosestrümpfe angezogen und schon gehts los.
Gemütlich im Bett liegend erreichen wir um 7:50 Uhr den OP-Bereich im 1.Stock.
Über eine Schleuse gehts dann in den OP-Vorbereitungsraum in dem die Narkoseärzte Ihre Vorbereitungen treffen.
Kräftig Sauerstoff über die Maske einatmen und gleich pennt man ein. Gegen 10:30 Uhr bin ich wieder zurück im wahren Leben. Ich wache im Aufwachraum auf und werde um 11:30 Uhr wieder auf mein Zimmer gebracht
Ich verspüre Schmerzen in der linken unteren Hälfte meines Körpers. Der Pfleger verabreicht mir ein schmerzstillendes Mittel.
Ich informiere Christa über die OP und freue mich, Sie um 14:00 Uhr zu sehen.
Christa organisiert Kaffee und ein leckeres Brötchen. Es geht mir schon viel besser. Um 20:00 Uhr kommt einer der Ärzte und informiert mich über die OP. Alles ohne Komplikationen gelaufen. Der linke Hoden wurde entfernt und aus dem rechten Hoden wurde eine Biopsie vorgenommen.
Die Ergebnisse der Gewebeuntersuchungen werden wohl nächste Woche vorliegen. Ich schaue mir noch das Spiel Bayern München : Mailand an, telefoniere noch mit Christa und penne anschließend ein.

Mittwoch, den 27.07.2011

Schlecht geschlafen aber es geht mir trotzdem ganz gut.
Nach einem leckeren Frühstück gibt es um 8:30 Uhr große Visite.

fruehstueckAlles ist bisher gut verlaufen. Eventuell kann ich schon am Freitag schon wieder nach Hause. Die histologischen Befunde könnten dann in der kommenden Woche besprochen werden. Das klingt ja schonmal ganz gut. Frau Lehnert, die Ärztin die am Samstagabend mit Christa telefoniert hat, fragt nach Ihr. Sie würde Sie mal gerne kennenlernen.
Christa wäre sehr symphatisch am Telefon rübergekommen.
Der Tag verläuft ruhig. Mein ehemaliger Kollege aus Bruchsal und viele andere Freunde und Bekannte melden sich tel. bei mir. Mittags kommt Christa mit ihrer Schwester Hedi zu Besuch. Kurze Zeit später mein bester Freund Klaus, der sich schon auf die ersten Buliga Spiele mit unseren Gladbacher Borussen freut.
Am Abend lasse ich mir den Zugang entfernen, nehme noch eine Schlafpille und schlafe ganz gut.

Donnerstag, den 28.07.2011

7:00 Uhr Wecken. Waschen, anziehen und dann eine kleine Wanderung über die Station. Es geht mir ganz gut. Vormittags ziehe ich von meinem kleinen Einzelzimmer in ein viel größeres/schöneres und ruhigeres Einzelzimmer um. Hier habe ich auch ein Bad für mich alleine.
Um 11:00 Uhr ist Besuch von meinen TLSDE Arbeitskollegen angesagt.
Michaela M., Georg W. und Uwe W. bringen mir einen großen Fresskorb mit. Mein Freund Klaus kommt ein wenig später zu Besuch. Die Hütte wird richtig voll. Zum Glück bin ich ja umgezogen. Klaus amüsiert sich köstlich über meinen Chef, den er ja bisher nur vom hörensagen kannte. Nach dem Mittagessen geht es weiter mit Besuch. Moni kommt, dann Steff und anschließend meine Schwester Sibille sowie Schwager Horst.
Etwas später mein Schatz Christa. Die positivste ärztliche Meldung des Tages lautet: Am Freitag gehts nach Hause.

Freitag, den 29.07.2011

Dr. Hillebrand schreibt einen ausführlichen Entlassbericht.
Das KHS wird mich in der nächsten Woche bezüglich des histologischen Befundes tel. kontaktieren um die weitere Vorgehensweise zu besprechen.
Christa holt mich gegen 9:30 Uhr ab.
"Endlich wieder zuhause". Die nächsten Tage in heimischer Umgebung tuen mir und Christa sehr gut, obwohl natürlich das Warten auf den histol. Befund sehr nervenaufreibend ist. Am 3.8.2011 kommt mein Hausarzt zu Besuch und entfernt den Endknoten an der OP Wunde. Da ich bis zum 5.8.2011 noch keine Information über den histologischen Befund aus dem KHS habe, melde ich mich erstmals in der Urologischen Abteilung.
Ich spreche mit Frau Bernards und einem Arzt mit Namen Molitor. Es liegt ein Teilergebnis vor, welches positiv ist. Das Ergebnis des Restbefundes wird erst nächste Woche vorliegen. Mehr könnte er zur Zeit nicht sagen.
Damit muß ich mich erstmal wieder abfinden. Am 10.8.2011 rufe ich wieder im KHS an und erfahre, das der komplette Bericht über die Gewebeuntersuchung vorliegt.
Ich könnte heute vormittag vorbeikommen und den Bericht mit einem der Oberärzte besprechen.
Wir, Christa und ich sind schon voller Erwartung auf dem Weg ins KHS.
Endlich erfahren wir das Ergebnis. Oder auch nicht. Leider ist der Oberarzt heute nicht mehr zu sprechen. Wir sollten morgen nochmal kommen. Wir sind kurz davor auszuflippen. Was für ein hin-und her. Auf dem Flur treffen wir den Chefarzt Dr.Börgermann, der wohl mitbekommen hat, das da etwas nicht in Ordnung ist.
Ich schildere kurz den Vorfall und er läßt sich den Bericht ausdrucken.
Geben Sie mir bitte etwas Zeit, damit ich den Bericht in Ruhe lesen kann, meint Dr.Börgermann. Ich melde mich dann tel. heute noch bei Ihnen.
Das ist doch mal ein Wort. Wir bedanken uns und fahren nach Hause. Das Warten beginnt. Ruft er an oder nicht? Um 17:15 Uhr klingelt das Telefon. Dr.Börgermann, Chefarzt der Urologie im KHS Düren ist am Telefon. Auf den Mann ist Verlass. Dr.Börgermann erklärt ausführlich das Ergebnis des Befundes:
Es liegt ein bösartiger Hodentumor vor, der aber bereits komplett ausgebrannt ist. Der rechte Hoden ist vollkommen in Ordnung.
Der noch vorhandene Tumor im Bauchraum (malignes Teratom) ist eine Metastase dieses Hodenkrebses und man könnte dieses Teratom mit einer Chemotherapie behandeln.
Die Heilungschancen sind recht gut, wenn man auch mit diversen Nebenwirkungen wie z.B. Haarausfall usw. rechnen muß. OK, jetzt wissen wir was los ist. Natürlich ist der Schock groß über das Ergebnis aber die doch recht guten Heilungschancen stimmen uns positiv.
Jetzt müssen wir einen Termin für die Chemo Therapie, die in 3.Zyklen stationär und ambulant durchgeführt werden soll, vereinbaren.
Dr. Börgermann schlägt Montag, den 15.8.2011 vor.
Nein, das ist mir zu früh.
Wir einigen uns dann auf Montag, den 22.08.2011 zum Start der Therapie im KHS Düren.
Ich wollte einfach noch das Heimspiel, gemeinsam mit Klaus, meiner Borussia gegen Wolfsburg live im Nordpark besuchen.
Ausserdem hatte Fabian an diesem Wochenende seine Internet-Freunde zur Gartenfete eingeladen. Die durfte ich natürlich nicht verpassen.

Übrigens, das Heimspiel gewann Borussia MG mit 4:1.

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Kapitel 4:Die Chemotherapie

Montag, den 22.08.2011

schafEigentlich sollte ich auf die Staion 3A, aber dort war kein Einzelzimmer mehr frei.Also quartiert man mich ins Einzelzimmer 307 auf der Station 3B ein.
Ein schönes Zimmer mit Blick nach Osten in Richtung Merzenich/Girbelsrath.

Der tägliche Sonnenaufgang, den ich von meinem Zimmer aus sehen konnte.

sonnenaufgang1

 

 

 

 

 

Es geht recht schnell mit den ersten Untersuchungen los.
Zuerst Lungenfunktionstest und anschließend EKG.
Dann soll ich 24 Std. Urin sammeln und zum Ohrenarzt und zum Neurologen soll ich auch noch? Am Nachmittag werde ich zuerst von der Stationsschwester aufgeklärt und anschließend erfolgt eine ausführliche Patientenaufklärung durch Dr.Kliner. Ein junger Arzt, der sich viel Zeit für das Gespräch nimmt. Christa ist bei diesem Gespräch natürlich anwesend.

Zu weiteren Dokumenten wie Therapieplan und Patientenaufklärung hier klicken.   

Info Patientenaufklaerung

Die Infusionen werden über die Vene über einen zentraler Venenkatheter oder ein Portsystem verabreicht.
Dr.Kliner empfielt den Einsatz eines Portsystems , welches operativ unterhalb des Schlüsselbein unter der Haut eingesetzt wird. Das kann entweder mit örtlicher Betäubung oder unter Vollnarkose geschehen.
Ich entscheide mich für den Port unter einer Vollnarkose. Ich will nichts mitbekommen
"Sie Weichei" meint Dr.Kliner scherzhaft, aber ok, der Port wird dann Morgen eingesetzt und anschließend können wir mit der Chemo beginnen. Das wird ja dann am Dienstag ein hammerharter Tag. An 5 Tagen hintereinander jeweils ca. 8 Stunden das Chemogift in den Körper pumpen. Ja wenns denn hilft?

Dienstag, den 23.08.2011 Gewicht: 100,4 KG

Ich habe sehr schlecht geschlafen. Es gab ein Gewitter mit viel Regen und es war sehr laut.
Um 9:00 Uhr soll ich zum Ohrenarzt zwecks Hörtest.
Dr.Bryan Bailey verschiebt den Termin, damit zuerst die OP für den Einsatz des Ports stattfinden kann.
Geduldiges Warten ist angesagt.
Gegen 10:15 Uhr gehts in den OP. Um 11:45 Uhr bin ich schon wieder auf meinem Zimmer. Port installiert. Zugangsnadel ist auch schon vorhanden.
Es gibt ein leckeres Mittagessen und um 13:00 Uhr startet die Chemo 1.Zyklus.

essen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die ersten Pullen hängen am Ständer und werden über den Port in die Blutbahn gejagt.
Zuerst gibts 1.000ml NaCI 0.9% Isotonische Natriumchlorid-Lösung , die ca. 2Std. zum durchlaufen benötigt.
Danach gibt es 100ml Fortecortin (Antischlechtwerdmittel) sowie eine Emend Tablette.
Nun schließt der Arzt die erste Giftpulle an.( Die Chemo Gifte dürfen nur von den Ärzten angeschlossen werden) 500ml Cisplatin.

flasche

Anschließend gibt es 500 ml Glucose und danach das nächste Gift Etoposid 500ml und dann nochmal Glucose.
Als letztes Gift pumpt man mir dann noch 100 ml Bleomycin in den Körper und danach gibts nochmal 1.000ml NaCI 0.9% Isotonische Natriumchlorid-Lösung.
Nach ca. 9 Std. ist der erste Tag der Chemo geschafft.josef2

Nebenwirkungen Bleomecin

Eine wesentliche Nebenwirkung, die in bis zu 18 % der mit Bleomycin behandelten Patienten auftritt, ist die Lungenfibrose. Risikofaktoren für die Entwicklung einer Bleomycin-induzierten Lungenfibrose sind hohes Alter, eine hohe Wirkstoffdosis, erhöhte Sauerstoffkonzentration in der Einatemluft, Bestrahlung des Brustkorbs (gleichzeitig oder später) sowie Niereninsuffizienz. Meistens tritt diese Nebenwirkung nach 1-6 Monaten auf, sie kann jedoch seltener auch akut oder auch erst wesentlich später als nach 6 Monaten auftreten.

Diese Nebenwirkungen werden in meiner Krankheitsgeschichte noch eine wesentliche Rolle spielen.

Christa ist zu Besuch und mir gehts richtig gut. schafKeinerlei Nebenwirkungen der Chemo zu spüren. So kanns weitergehen.(Denkste).
Abends kommt noch Frau Dr. Schain, Neurologin, vorbei und macht diverse neurologischen Tests mit mir.
Am späten Abend bekomme ich dann noch richtig Hunger. Die Nachtschwester organisiert mir Brot, Wurst und Kaffee. Super toll. Jetzt bin ich satt.

Mittwoch, den 24.08.2011 Gewicht: 102,4 KG

Ich habe sehr gut geschlafen und fühle mich gut. Das Wetter ist sehr schön. Viel Sonne und warm.
Nach einem leckeren Frühstück erkundigt sich Dr.Kliner nach meinem Wohlbefinden. Alles ok. Der 2. Tag kann beginnen. Ab sofort muß ich genau aufschreiben, wieviel Flüssigkeit ich getrunken habe und wieviel ich wieder ausgepinkelt habe.
Wenn man täglich ca. 4,5 Liter Chemo erhält, ist es natürlich wichtig, auch genug Flüssigkeit auszuscheiden. Dazu später mehr. Um 10:20 Uhr startet die erste Infusion.
Es gibt wieder ein leckeres Mittagessen mit Nachtisch. Die Chemopullen laufen weiter.
Ich klingele nach der Schwester, damit ich nochmal abgeklemmt werde, um aufs Klo zu gehen.
Leider bekommt keiner den Verschluß auf. Das ist der Beginn des Urinflaschenpinkelns. Da muß man sich auch erstmal dran gewöhnen.
Christa und Alex kommen zu Besuch. Ich habe einen Bärenhunger und bestelle mir Kartoffelsalat mit Wurst. Keine Wurst mehr da, dann nehme ich eine Frikadelle dazu. Eine Riesenportion, die ich so gerade schaffe.
Die Chemopullen laufen derzeit weiter und gegen 19:30 Uhr endet der 2. Chemo Tag.
Ich fühle mich noch immer gut.

Donnerstag, den 25.08.2011 Gewicht: 106,4 KG

Ganz gut geschlafen. Sonnenschein. Die Betten sind gemacht. Der Krankenpfleger ist ein Borussia Mönchengladbach Fan mit Dauerkarte Block 15.
Christa meldet sich wie jeden Morgen gegen 9:30 Uhr. Ich freue mich immer wieder auf diesen Anruf. Nach dem Frühstück Blutabnahme durch Dr. Molitor und Frau Bailey schaut nach der Port-Wunde. Alles ok. Es wird ein neues Pflaster angebracht.
Um 9:30 Uhr wird die erste Flasche Isotonische Natriumchlorid-Lösung angehängt.
Dr.Molitor hängt die erste Giftpulle Cisplatin an den Port.
Die Blutwerte waren bis auf leichte Entzündungswerte ganz ok. Ich bekomme zusätzlich 2 Tabletten Antibiotikum.
Dr. Molitor meint, ich sei ein "Hochrisiko-Patient" mit all den hoch giftigen Stoffen die in meinen Körper fließen. Wir haben aber alles im Griff.
Mein Arzt ist übrigens Werder Bremen und FC Köln Fan, also ist natürlich ein Gespräch über Fußball fällig. Aufgrund meiner recht hohen Gewichtszunahme (6 KG seit Montag) erhalte ich Entwässerungsmittel.
Jetzt geht aber die Post ab. Es wird gepinkelt wie jeck!
Christa kommt gegen 16:30 Uhr mit einem schönen Blumenstrauß blumenzu Besuch.
Sie schmiert mir wieder meine Abendbrotration, die ich dann wieder im Kühlschrank verstaue. Gegessen wird später.
Um 18:30 Uhr ist die letzte Flasche geschafft. Der 3.Chemo Tag neigt sich dem Ende zu.
Ich gehe noch eine Runde an der frischen Luft spazieren.
Im Fernsehen schaue ich mir noch 2 Europapokalspiele von Hannover und Schalke an. Beides gute Spiele und beide kommen eine Runde weiter.
Ich gehe schlafen.

Freitag, den 26.08.2011 Gewicht: 106,3 KG

Einigermaßen gut geschlafen. Leicht bewölktes Wetter.
Dr. Brian Bailey macht Visite mit einer neuen Kollegin.
Heute bekomme ich je 1 Tablette Antibiotikum morgends und abends. Mir gehts nach wie vor ganz gut.
Um 10:00 Uhr gehts mit dem Taxi nach Kreuzau zum Hörtest. Alles ok. Pünktlich zum leckeren Mittagessen bin ich wieder zurück. Die erste Pulle wird um 12:40 Uhr angehängt. Das wird aber heute ein langer Tag. Christa und Klaus sind zu Besuch da. Die letzte Pulle ist dann endlich um 23:10 Uhr leer. Ich bin KO und will nur noch schlafen.

schaf

Samstag, den 27.08.2011 Gewicht: 107,1 KG

Ich habe wieder gut geschlafen. Das Wetter ist trübe. Gehen wir trotzdem frohen Mutes an den 5. Tag der Chemo ran.
Ich fühle mich nach wie vor gut. Mein Gewicht macht mir aber ein wenig Sorgen. Die erste Flasche wird um 10:40 Uhr angehängt. Meine Blutwerte sind ganz ok.
Am Nachmittag kommt Christa zu Besuch. Leider schaffen wir es auch heute nicht, die Cafeteria aufzusuchen, da die Chemo erst gegen 19:00 Uhr beendet ist.
Wieder geht ein langer Tag zu Ende.

Sonntag, den 28.08.2011 Gewicht: 105,2 KG

Heute gehts wieder nach Hause. Mein Gewicht hat sich wieder ein wenig reduziert.
Aufs Bettenmachen wird auf meinen Wunsch verzichtet. Ich bleibe einfach noch etwas liegen.
Meine Unterlagen für die Krankenkasse sind fertig, die Nadel wird aus dem Port entfernt und ich kann nach Hause.
Christa holt mich ab. Ich fühle ganz ok. Endlich wieder zuhause. In gewohnter Umgebung geht es mir ganz gut. Es gibt leckeres Essen und ich freue mich auf das Bundesligaspiel BMG : Schalke 04.
Ich schaue gemeinsam mit Fabian und erlebe leider eine knappe Niederlage.
Moni, Simone und Steff kamen zu Besuch. Ich lag auf der Couch und fühlte mich garnicht so gut.
Am späten Nachmittag lege ich mich ins Bett. Ich fühle mich immer schlechter. Na ja, etwas schlafen, dann gehts morgen wieder aufwärts. Christa macht sich sorgen, da ich nichts essen will und auch kaum etwas trinke. Sie macht mir Tee und ein Rührei. Danach gehts etwas besser. Ich schlafe sehr schlecht und am nächsten Tag fühle ich mich elendig. Ich bleibe den ganzen Tag im Bett.
Schon der Gang auf die Toilette erweist sich als schwerste körperliche Übung. Ich bin fix und alle. Wie soll das bloß weitergehen?
Morgen soll ich zur ersten ambulanten Chemo.

Dienstag, den 30.08.2011

So schlecht und schwach wie an diesem Morgen habe ich mich noch nie gefühlt.
Christa ist sehr besorgt um meinen Zustand. Beim anziehen breche ich kurz zusammen, kann aber einen Sturz verhindern.
Steff vom Taxi Justen holt mich ab und bringt mich ins Krankenhaus.
Christa bittet Steff, das er mich bis auf die Station begleitet.
Im KHS angekommen, organisiert Steff einen Rollstuhl und bringt mich auf die Station 3B.
Ich hänge wie Pik 7 im Rollstuhl. Schwester Josi fragt mich, obs es mir nicht gut ginge?
Ja, mir gehts absolut beschissen. Ich werde unverzüglich ins Zimmer 307 gebracht und stationär aufgenommen.
Mein Blutdruck beträgt nur noch 70/50.
Frau Dr. Decius versucht mehrfach den Port anzustechen um eine Infusion anzuschließen, was jedoch mißlingt.
Also wird schnellstens ein Zugang am rechten Arm gelegt, Blut abgenommen und dann die Infusion angeschlossen. Nach einiger Zeit merke ich, das an dem Zugang der Infusion etwas nicht in Ordnung ist. Ich klingele nach der Schwester.
Die Infusion läuft schon seit einiger Zeit neben der Nadel in meinen Arm, der schon ganz dick geworden ist.
Der Zugang wird gezogen und mein Arm eingerieben und verbunden. Das Ergebnis der Blutwerte ergibt eine Senkung der weiße Blutkörperchen.
Aus diesem Grunde wird erstmal meine ambulante Chemo wird von Dienstag auf Mittwoch verschoben.
Mein Arzt Dr. Molitor weißt mich nochmal darauf hin, das nach der ambulanten Chemo mit Bleomycin Fieber auftreten kann.
Und siehe da, abends bekomme ich Fieber. Es gibt Tabletten und das Fieber senkt sich ab. In Abständen wird über die ganze Nacht kontrolliert, ob noch Fieber vorhanden ist. Gott sei Dank nein. Jeden Tag wird weiter Blut zur Kontrolle abgenommen und im Labor untersucht.
Meine weißen Blutkörperchen sacken immer weiter ab.
Am Freitag, den 02.09.2011 erläuter mir Dr. Molitor, das meine weißen Blutkörperchen auf Null abgesackt sind und ich in eine sogenannte Umkehrisolation genommen werde.
Was ist das denn???? Bei der Umkehrisolierung werden immungeschwächte Menschen von der normalen Umgebung mit dem Ziel isoliert, Infektionserkrankungen zu vermeiden. Die Isolierung erfolgt primär auf speziellen Isolierstationen in Krankenhäusern.
Hier gibt es Schleusen zu den einzelnen Patientenzimmern, in denen Überkittel bereit liegen.
Außerdem stehen Mundschutz und Hauben zur Verfügung.
Jeder, der in direkten Kontakt mit dem Umkehrisolierten tritt, muss sich zuvor entsprechend ankleiden und bestimmte Desinfektionsmaßnahmen vornehmen.
Das wird ja spannend.
Mein Freund Klaus war bis eben noch zu Besuch und ist von dem Maskenball verschont geblieben.
Moni und mein Patenkind Daniela kommen etwas später und sie sind die ersten, die sich verkleiden müssen. Sieht lustig aus ist aber wohl notwendig.
Auch Christa, die kurz nach den beiden kommt, muß sich der Verkleidung unterwerfen. Bei den heißen Aussentemperaturen garnicht so angenehm.
Ich darf natürlich mein Zimmer nicht verlassen. Die 2. ambulante Chemo mit Bleomycin erhielt dann am 07.09.2011. Am Abend gab es wieder leichtes Fieber wie gehabt. Von Tag zu Tag ging es mir wieder besser. Ziel war für mich, die Feier von meinem Schwager Paul zum 60. Geburtstag am Samstag, den 10.09. zu besuchen. Da meine Blutwerte auf dem Weg zur Normalität waren, wurde die Umkehrisolierung am Donnerstag, den 08.09. aufgehoben und Chefarztr Dr. Börgermann erlaubte mir bei der Freitagsvisite das ich nach Hause darf und auch auf die Geburtstagsfeier darf.
Aber bitte nicht alle Leute körperlich zu heftig bergrüßen, da mein Immunsystem noch nicht 100% ok sei. Auch keine frisches Obst und Salate sind verboten. Mir fallen die ersten Haare aus.
Frau Dr.Decius gibt mir den Rat, meine Haare vor dem 2. Zyklus ganz kurz schneiden zu lassen. Dann können wenigsten keine Haarbüchel ausfallen. OK werde ich machen lassen. Aufgrund der hohen Einlagerung von Flüssigkeit in meinem Körper während des 1.Chemo Zyklus, planen die Ärzte den Einsatz einer Harnleiterschiene vor Beginn des 2. Zyklus nämlich am 12.09.2011. Christa holt mich gegen Mittag im KHS ab. Endlich wieder zuhause. Tamara schneidet mir die Haare fast restlos ab. josef1

Sieht garnicht schlecht aus. Wir genießen das gemeinsame Wochenende mit einem Sieg meiner Gladbacher Fohlen gegen die Roten Teufel vom Betzenberg (1:0)und feiern mit Schwager Paul und Familie eine tolle Geburtstagsfete. Um 2:00 Uhr sind wir wieder zuhause. Nun bleibt nur noch der kurze Sonntag bevor es schon wieder ins KHS geht. Wir genießen den Tag.

Montag, den 12.09.2011 Gewicht: 98,1 KG

Der 2.Zyklus der Chemotherapie beginnt morgen. Vorher soll wie geplant die Harnleiterschiene operativ unter Vollnarkose eingesetzt werden.
Christa bringt mich ins Krankenhaus auf die Station 3B.
Zimmer 307 wird wieder bezogen. Hoffentlich habe ich nach dem 2. Zyklus nicht wieder die gleichen Probleme wie beim ersten mal. Das macht uns schon etwas Sorgen.

Gegen Mittag gehts ab in den Urologischen OP wo Dr. Bialowons die Harnleiterschiene einsetzt.
Eine kurze OP, die ohne Problem verläuft.Beim Wasserlassen brennt es ein wenig, was sich aber legen soll.schaf

Dienstag, den 13.09.2011 Gewicht: 97,4 KG

Am nächsten Tag merke ich schon fast nichts mehr und die Chemo Zyklus 2. kann beginnen.
Die Chemopullen laufen von 12:00 – 22:30 Uhr. Eine verdammt lange Zeit, die mir Christa mit Ihrem täglichen Besuch verkürzt.
Wenn ich Dich nicht hätte, mein Schatz?

Mittwoch, den 14.09.2011 Gewicht: 97,7 KG

Chefvisite. Alles klar.Heute gibt es keine Blutabnahme (alle Werte waren ok). Das beruhigt. Chemo Start ist um 9:15 Uhr. Wenn alles klappt, dann kann ich endlich gemeinsam mit Christa in die Cafeteria gehen. Die Vorfreude ist groß.
Meine Schwester Sibille und mein Freund Klaus sind zu Besuch.
Christa kommt natürlich auch und hofft auf den Cafeteria Besuch. Sie hat mir ein leckeres Leberkäse Brötchen mitgebracht. Schmeckt super mit süßem Senf.
Leider klappts mit der Cafeteria wieder nicht, da die Chemo erst um 19:00 Uhr fertig ist. Schade. Bis jetzt habe ich wieder alles gut überstanden.
Mein Gewicht beträgt jedoch 102,3 KG. 4,6 KG mehr als heute morgen!!!

Donnerstag, den 15.09.2011 Gewicht: 101 KG

Ich habe gut geschlafen.
Dr.Brian Bailey macht Visite.
Ich mache direkt auf die hohe Gewichtszunahme aufmerksam. Ich habe auch leichte Nierenschmerzen, welche sehr wahrscheinlich durch die Harnleiterschiene verursacht werden. Das wird beobachtet. Heute wird auch wieder Blut entnommen und im Labor untersucht.
Die Leukos sind etwas zu hoch aber sonst alles im grünen Bereich.
Chemobeginn ist um 9:15 Uhr und um 18:15 Uhr ist alles wieder vorbei. Christa besucht mich mit Fabian schon mittags gegen 13:30 Uhr.
Sie hat starke Migräne und wird heute abend nicht mehr kommen. Das stimmt mich traurig. Da ich noch immer zu wenig Flüssigkeit ausscheide, erhalte ich zum Abend noch eine Entwässerungsspritze.

Freitag, den 16.09.2011 Gewicht: 103,2 KG

Kurz aber ganz gut geschlafen. Leider habe ich schon wieder 2,1 KG zugenommen.
Frau Dr. Decius versucht, die Entwässerungsspritzen schon am Vormittag zu verabreichen.
Christa und Klaus kommen am Nachmittag zu Besuch. Cafeteria geht nicht, da ich noch immer an meinen Chemo-Pullen hänge.
Die Entwässerungsspritzen wirken und ich mache die eine und andere Urinflasche voll. Da bin ich morgen mal aufs Gewicht gespannt.

Samstag, den 17.09.2011 Gewicht: 101,7 KG

Wieder gut geschlafen und endlich etwas Gewicht reduziert. Heute ist der letzte Chemo Tag des 2. Zyklus.
Ich bin sehr optimistisch, das es dieses Mal besser läuft wenn ich zuhause bin. Dr. Kliner macht Visite. Heute keine Blutabnahme. Morgen kann ich nach Hause.
Da am Nachmittag wieder Bundesliga ist, zieh ich mein Arango Trikot an und höre gemeinsam mit Christa über Bundesliga.de auf meinem Notebook das Gladbacher Auswärtsspiel in Hamburg.
Meine Gladbacher gewinnen mit 1:0 und stehen nach 6 Spielen mit schon 13 Punkten auf dem 3. Tabellenplatz.
In der letzten Saison hatten wir nach 19 Spieltagen ebenfalls 13 Punkte.
Gegen 19:30 Uhr ist der heutige Chemo Tag beendet. Cafeteria wieder nicht erreicht.
Dafür läuft aber der Urin wie bekloppt. Morgen müßte ich eigentlich abgenommen haben.

Sonntag, den 18.09.2011 Gewicht: 98,3 KG

Endlich wieder abgenommen. Die Schwester mißt Puls, Blutdruck und Temperatur. Alles im grünen Bereich.
Frau Lehnert nimmt Blut ab.
Christa meldet sich und fragt, wann sie mich abholen kann?
Zuerst müssen die Laborwerte vorliegen und ein Ultraschall muß noch gemacht werden. Ich nehme ein leckeres Frühstück zu mir und warte auf Dr. Molitor wegen der Laborwerte usw.
Gegen 14:00 Uhr wird der Ultraschall gemacht, einige offenen Fragen geklärt und die Blutwerte bekannt gegeben.
Alles ist ok und Christa kann mich abholen. Endlich. Zuhause ist es doch am schönsten. Ich genieße mit Christa und den Kindern den Rest vom Sonntag.

Montag, den 19.09.2011 – Freitag, den 23.09.2011 Gewicht: 92,3 KG

Ich fühle mich nicht so platt wie nach dem ersten Zyklus.
Am Dienstag gehts zur ambulanten Chemo. Die Blutwerte sind ok. Abends bin ich wieder zuhause. Ich habe häufig Übelkeit aber Fieber, wie erwartet nach der Gabe von Bleomycin, habe ich nicht. Am Freitag bin ich zur Blutabnahme wieder im KHS bei Dr. Molitor. Danach gehts direkt wieder nach Hause.
Das Ergebnis wird mir um 12:00 Uhr tel. durch Dr. Molitor bekannt gegeben. Die Leukozyten.
sind mal wieder auf dem Weg nach unten. Ich soll mich von Menschenmassen fernhalten und Montag zur nächsten Blutkontrolle kommen.

Dienstag, den 27.09.2011

Auf zur nächsten ambulanten Chemo, die ohne Komplikationen läuft.

Mittwoch, den 28.09.2011

Wieder zur Konntrolle Blutabnahme im KHS.

Donnerstag, den 29.09.2011

Gegen 11:00 Uhr wird im KHS die geplante Kontroll CT-Untersuchung vorgenommen.
Man kann diese Aufnahmen dann mit den früheren CT-Aufnahmen vergleichen, um festzustellen, ob der Tumor sich verändert hat. Am 30.09.2011 teilt uns Frau Bailey-Monjé mit, das sich der Tumor verkleinert hat. Wir sind also auf dem richtigen Weg. Super.
Gegen meine abfallenden Leukos erhalte ich Spritzen mit Granulozyten
, die helfen soll, die Leukos wieder noch oben zu bringen.
Das hat auch geholfen, obwohl dieses Mittel auch ein paar Nebenwirkungen wie: Knochen- und Muskelschmerzen (habe ich auch bekommen). Das letzte frei Wochenende genießen wir gemeinsam zu Hause überwiedgend auf der Terasse, da das Wetter mit 28° Klasse ist.
Gladbach verliert leider in Freiburg mit 1:0. Schade.
Abends wird gegrillt.

Dienstag, den 04.10.2011 Gewicht: 98,2KG

Der 3.Zyklus der Chemo Therapie beginnt. Seit 10:00 Uhr bin ich wieder im KHS Düren.
Wie immer Zimmer 307 auf der Station 3B.
Blutabnahme, Port anstechen, Ultraschall, EKG usw. Mein Arzt überbringt mir die erfreuliche Meldung, das der Tumor geschrumpft ist.
Die Chemo hat angeschlagen und wir können sehr zufrieden sein.
Gegen 15:00 Uhr wird die erste Flasche angeschlossen. Das wird ein langer Tag.
Jetzt haben wir bereits 20:36 Uhr und eine 500ml Flasche Etoposit läuft durch.
Danach kommt noch 500ml Glucose, 100ml Bleomycin und 1000ml Kochsalzlösung.
Gegen 01:00 Uhr werde ich dann abgestöpselt.
Alles gut vertragen.Endlich kann ich in Ruhe schlafen.

Mittwoch, den 05.10.2011 Gewicht: 98,8KG

Die Nacht war kurz. Um 7:00Uhr kommt der Wecker in Form von 2 Schwestern, die mein Bett machen wollen.
OK, die machen nur Ihren Job und den ganz gut.
Hoffentlich fängt die Chemo heute etwas früher an.
Zuerst findet noch eine Chefvisite statt. Die ganze Creme de la Creme ist angetreten. Der Chef meint, es sieht ganz gut aus.
Danach gehts noch zum Lungenfunktionstest
und zur Öhrchen Blutabnahme.
Die Chemo fängt um Punkt 10:00 an. Interessant wird heute wieder, wieviel KG ich zunehme. Insgesamt erhalte ich an einem Chemo Tag ca. 4,1 Ltr. Flüssigkeit über den Port,der mir an der rechten Brustseite unterhalb des Schlüsselbeins einoperiert wurde.
Zu den 4,1Ltr kommen noch ca.1-2 Ltr.Getränke.
Diese gesamte Menge von ca.6 Ltr.muß natürlich auch wieder entsorgt werden.
Bei mir wird die meiste Flüssigkeit aber im Körper eingelagert, was die tgl. Gewichtszunahme erklärt.
Um das zu ändern, werde ich ab Donnerstag wieder ein Entwässerungsmittel erhalten. Dann geht die Post beim pinkeln ab.
Mein Pinkelrekord beim 2.Zyklus steht bei 8,7 Litern.
Der gesamte Tag verläuft ruhig.
Gegen 16:00 Uhr kommt mich mein Schatz besuchen. Das ist für mich die schönste Zeit des Tages.
Die Chemo endet um 19:30 Uhr und endlich kann ich wieder frei rumlaufen.

Donnerstag, den 06.10.2011 Gewicht: 101,2KG

Ich habe ganz gut geschlafen trotz einer Unterbrechung, weil gegen 2:00 Uhr ein Patient im Nachbarzimmer samt Nachtschränken beim Aufstehen gestürtzt war. Großes Geschrei war die Folge.
Um 7:00 Uhr Licht an, Dr.Decius kommt zur Blutabnahme. Meine Augen gehen noch nicht ganz auf.
Anschließend 2 Damen in weiß, die das Bett machen wollen. Also raus aus der Kiste und raus auf die Waage. Schit, ich hab schon wieder zugenommen.
Vor meinem Zimmer machen wir mit Dr.Decius u. Dr.Baily eine schnelle Visite im stehen.
Wie gehts, alles klar? Es kann weitergehen. Heute gibts Entwässerungsmittel.
Prima, dann versuche ich meinen Pinkelrekord in die Flasche zu toppen. Gegen 10:15 Uhr schließt die gute Seele der Station, Schwester Marion die erste Pulle an.
Mein bester Freund Klaus kommt zu Besuch. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Ich fühle mich gut.
Flaschen mit Fortecortin, Cisplatin, Glucose, Etoposid, Kochsalzlösung werden nach und nach angeschlossen.
Gegen 16:00 Uhr kommt mein liebster Schatz zu Besuch. Die schönsten Stunden des Tages beginnen. Leider vergeht die Zeit mal wieder viel zu schnell.
Gegen 21:30 Uhr ist auch die letzte Pulle fertig. Abklemmen und frei bewegen. Die Urinpulle ist jetzt das wichtigste Utensil. Es läuft gut.
Um 22:00 Uhr besucht mich noch wie versprochen Dr. Benedikt Molitor, der mir diverse Fragen zum weiteren Ablauf nach dem 3.Zyklus beantwortet
Er zeigt mir am PC die positive Entwicklung des Tumors anhand der gemachten CT Bilder. Sehr interessant für mich.
Wie es genau nach der Chemo dann weitergeht, wird nach dem nächsten CT im Oktober besprochen.

Freitag, den 07.10.2011 Gewicht: 101,2KG

4.Tag der stationären Chemo 3.Zyklus. Es geht langsam aber sicher aufs Ende der Chemo zu.
Die Nacht verlief ruhig. Wecken heute etwa später.
Vistite um ca. 8:30. Termin nächstes CT für den 24.10.2011 terminiert. Ansonsten alles ok.
Ich habe heute morgen den Wunsch geäußert, mit der Chemo so früh als möglich zu beginnen, da ich wenigstens einmal mit Christa in die Cafeteria gehen kann.
Der Wunsch wird erfüllt. Seit 9:30 Uhr läufts.
Die Flaschenwechsel laufen eigentlich ganz gut aber es klappt dann doch nicht rechtzeitig für die Cafeteria fertig zu werden. Schade.
Christa ist ein wenig enttäuscht. Vielleicht klappt es ja am Samstag.
Bis auf Appetitlosigkeit fühle ich mich auch heute ganz gut. Habe einfach mal ein paar Schlafpausen eingelegt.
Gegen 19:30 Uhr kommt noch ein unerwarteter Besuch. Christa und Fabian.
Fabian hat sich in den linken Daumen geschnitten und blutet wie Sau. Er muß in die Notfallambulanz und wird dort versorgt.
Gottseidank keine Sehnen oder Knochen verletzt. Das heilt schon wieder.
Am Abend schaue ich mir das Länderspiel Türkei : Deutschland 1:3 an und freue mich, das endlich Marco Reus zu seinem Länderspieldebüt gekommen ist.

Samstag, den 08.10.2011 Gewicht: 99,4KG

5. und letzter Tag 3.Zyklus Chemo.
6:45 Uhr, Dr.Brian Baily betritt vorsichtig meine Suite, knippst das Licht an und fragt höflichst ob er denn schon Blut abnehmen kann?
Klar, ich bin zu allem jederzeit bereit.
Mein Gewicht ist wieder,dank 6,6 Ltr.Wasserausscheidung, um 1,8KG zurück gegangen. Super!
Die erste Flasche hängt um 9:30 Uhr. Soeben wurde die letzte Pulle Gift Cisplatin von Frau Dr. Decius angehängt.
So, gleich ist auch die letzte Giftpulle Etoposid durchgelaufen.
Dann noch Glukose und eine Kochsalzlösung und das wars dann.
Heute Mittag hatte ich einen erfreulichen Besuch von meinem Patensohn Ingo.
Wir hatten uns lange nicht mehr gesehen und hatten viel zu besprechen. Hat richtig gut getan.
Am frühen Nachmittag ruft Stefan aus Peking an. Super Verbindung, als wenn er vor meiner Türe steht. Ich habe mich riesig über diesen Anruf gefreut.
Christa mein Schatz kommt wieder am frühen Nachmittag. Wir sind heute beide etwas K.O. und müde. Das wird sich aber ab morgen wieder ändern.
Abends schau ich mir noch "Wetten das" an und schlafe danach schnell ein.

Sonntag, den 09.10.2011 Gewicht: 99,4KG

Heute etwas länger geschlafen, es geht ja nach Hause.
Gegen 10:00 Uhr gehts los.
Endlich wieder daheim. Jetzt noch 2x ambulante Chemo und dann sind wir hoffentlich durch.Denkste!

Montag, den 10.10.2011 – Sonntag, den 16.10.2011

Diese recht ereignisreiche und aufregende Woche versuche ich mal zusammenzufassen
Bereits am Montagmorgen fühle ich mich recht schlapp und müde. Zusätzlichlich habe ich immer Übelkeit im Magen.
Kommt wohl von dem drecks Gift, was sie mir letzte Woche eingeflößt haben.
Die Tabletten, die ich vom KHS mitbekommen habe, bringen keine Besserung.
Christa telefoniert mit dem KHS und besorgt mir von dort Tabletten, die ich auch während der stationären Chemo bekommen habe.
Abhilfe bringen die leider auch nicht.
Gegen Mittag habe ich einen enorm hohen Puls von 133 Schlägen pro Min. Den habe ich sonst eigentlich nur, wenn ich mit meinem Rennrad in der Eifel unterwegs bin.
Christa drängt darauf, das wir unverzüglich ins KHS fahren.
Taxi Justen, Steff, kommt schnell und bringt uns ins Hospital.
Das war die beste Entscheidung.
Was war denn eigentlich los? Meine Herzfrequenz war mittlerweile bei 177 (Vorhofflimmern) angekommen und ging nicht mehr runter.
Dank meiner behandelden Ärztin Frau Dr. Decius wurde ich schnellstens auf die Kardiologie-Intensiv Station verlegt.
Hier wurde mir dann eklärt, das diese Herzfrequenz nicht medikamentös gesenkt werden kann, sondern eine Kardioversion Behandlung des Herzens stattfinden muß.
Nach ärztlicher Aufklärung, Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, was denn so alles bei dieser Behandlung passieren kann (Herzinfarkt, Schlaganfall,Tod) unterschreieb ich den Wisch und es kann losgehen.
Kurz und bündig, alles hat geklappt. Der alte Holzmichel lebt noch.
Am Dienstagnachmittag gehts dann wieder auf meine Suite auf Station 3B.
Die ambulante Chemo wird aus Sicherheitsgründen abgebrochen. Meine Pumpe wird täglich per EKG überwacht.
Ab sofort muß ich für 10 Tage 3x tgl. Cordarex Tabletten einehmen, um das Herz in den richtigen Rhythmus zu bringen.
Der Rest der Woche verläuft ruhig mit vielen Schlafversuchen, da ich mich nach wie vor ziemlich kaputt fühle.
Am Mittwoch besuchen mich Elif und Ralf (Arbeitskollegen von TLSDE).
Am Donnerstag Nachmittag schaffe ich erst erstmals mit Christa in die Cafeteria zu gehen. Es gibt lecker Waffeln mit heißen Kirschen, die wir genießen.
Heute, am Sonntagmorgen fühle ich mich eigentlich das erstemal wieder recht gut und habe auch wieder Lust, meinen Bericht im Internet weiter zu schreiben.
Gewicht: 93,1KG

Der wunderschöne Sonnenaufgang und sehr gutgelauntes Pflegepersonal tragen dazu bei.

sonnenaufgang2bettenmachen

Heute wurde schon 2x Blut zur Kontrolle abgenommen. Die Werte sind bis auf den Hämoglobinwert ok.
Als heute Nachmittag der U2 Song "Sunday Bloody Sunday" im Radio lief, wußte ich noch nicht, das es heute noch blutig wird.
Seit einer halben Stunde bekomme ich meine erste Bluttransfusion. krebsJa wenns hilft.

Montag, den 17.10.2011 Gewicht: 93,4KG

Während des Früstückes findet die Chefvisite statt.
Bis Donnerstag dieser Woche muß ich auf jeden Fall noch hier bleiben (Cordarex Einstellung). Ich bestehe auf jeden Fall nochmals darauf, das der Internist sich zu meinen Herzproblemen äußert.
Das wird versprochen.
Vormittags EKG, dann die Pulle mit Elektrolyten angehängt und warten, das der Tag vergeht.
Gegen Mittag kommt Paul zu Besuch.
Um 16:00 Uhr kommen Christa und Fabian zu Besuch.
Nachdem die Pulle leer gelaufen ist, gehts in die Cafeteria.
Die Nacht verläuft ruhig.schaf

Dienstag, den 18.10.2011 Gewicht: 93,6KG

Um 7:00 Uhr ist Tag.
Meine Ärztin wird heute auf jeden Fall mit dem Internisten sprechen. Wie gehts weiter mit den Heparin Spritzen?
Schließlich soll ich ja am Donnerstag nach Hause sonst bekommt Frau Dr. Decius Krach mit meiner Frau (Scherz).
Leider schafft es auch an diesem Tage kein Internist bis in mein Zimmer. Die sind ja vielleicht überlastet?
Ausser den täglichen EKG's,zu denen ich im Rolli runtergebracht werde, findet kardiologisch nichts statt.
Na da warten wir mal auf den nächsten Tag.
Am späten Nachmittag ist wieder Cafeteria angesagt. Ich esse das erstemal eine kpl. Waffel mit heißen Kirschen und Sahne.

Mittwoch,den 19.10.2011 Gewicht: 93,5KG

Keine besonderen Vorkommnisse

Donnerstag,den 20.10.2011 Gewicht: 93,7KG

Heute kann ich nach Haus, wenn denn der Kardiologe da war??????
Es wird nochmals Blut abgenommen. Der Zugang aus dem Port wird entfernt. Nochmal runter zum EKG.
Kurz vor Mittag kommt Dr.B.Baily mit einer Hiobsbotschaft in mein Zimmer. Die Blutwerte sind wieder nicht in Ordnung.
Leukozyten (1,69)und Neutrophile (15,4) sind zu niedrig.
Das Immunsystem funktioniert nicht mehr. Umkehrisolation ist wieder mal angesagt.
Jeder der in mein Zimmer möchte, muß sich verkleiden ( Mundschutz usw.)
Ich darf nicht nach Hause!!! Ich fühle mich beschissen und informiere Christa über die neue Situation.
Sie kommt innerhalb der nächsten Stunde. Das hilft mir. Bin ich doch ziemlich geknickt.
Frau Dr.Decius trifft Christa auf dem Flur und Sie sagt, das ich trotzdem heute nach Hause darf. Sie hat sich beim Chefarzt dafür eingesetzt.
Das ist doch mal eine sehr positive Info. Ich muß aber täglich zur Blutkontrolle ins KHS nach Düren kommen. Jetzt fehlt nur noch der Kardiologe.
Eine Frau Dr. aus dieser Abteilung besucht mich gegen 14:00 Uhr. Sie untersucht mich.
An der Lunge ist ein Geräusch.
Hat man bei mir schon mal eine Ultraschall Untersuchung des Herzens vorgenommen? Nein!
OK, das müßen wir heute noch machen und ebenso die Lunge röntgen.
Wird alles organisiert und gegen 17:00 Uhr können wir endlich nach Hause.
Übrigens die Herzuntersuchung ergab keinerlei negativen Erkenntnisse.
Ich sollte in 8-10 Wochen einen Kardiologen aufsuchen zur Nachuntersuchung und Klärung ob ich diese Cordarex Tabletten noch nehmen muß. Endlich sind wir zu Hause. Jetzt geht es aufwärts. Das erste Abendessen (Wok-Pfanne)in heimischen Gefielden schmeckt mir ausgezeichnet.
Es geht mir von Tag zu Tag besser.schaf

Montag,den 24.10.2011 Gewicht: 92,4KG

Heute wird die geplante CT-Untersuchg nach dem 3.Zyklus der Chemo gemacht.
Wir hoffen natürlich, das das Ergbnis positiv ist und wir schnellstmöglich informiert werden.
Das war aber mal wieder ein Satz mit "X". Mehrere Telefonate sowie persönlichen Besuche im KHS waren notwendig um dann endlich am Freitag, den 28.10.2011 eine aussagekräftige Info zu erhalten
Chefarzt Dr. Börgermann informiert mich telefonisch gegen 14:00Uhr.
Der Tumor ist weiter reduziert und sollte nun endgültig aus dem Bauchraum entfernt werden. Termin vorraussichtlich in Kw. 45.
Einverstanden. Wir hoffen, das das dann der letzte Akt sein wird.
Ein bisschen können wir feiern. Alex kocht was leckeres und wir trinken einen schweineleckeren Hermes Wein dazu.
Jetzt werde ich mich erstmal noch eine Woche erholen, damit ich die nicht ganz einfache OP gut überstehe.
Übrigens sind die Blutwerte seit Donnerstag, 27.10.2011 wieder im normalen Bereich.

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Kapitel 5:Die letzte OP

Am Montag, den 31.10.2011 erhalte ich telefonisch meinen KHS Termin. Ich soll mich am 07.11.2011 um 12:30 Uhr in der Tagesklinik zur Vorbesprechung melden.

Montag,den 07.11.2011 Gewicht: 97 KG

Es fällt Christa und mir sichtlich schwer, die Fahrt ins KHS anzutreten. Die letzten anderthalb Wochen zuhause haben uns allen wirklich gut getan.
Doch was sein muß, das muß sein. Also auf ins KHS nach Düren.
In der Tagesklinik findet zuerst das Gespräch mit dem Narkosearzt statt und anschließend werden wir von Dr. Hillebrand über die bevorstehende, am Mittwoch stattfindende OP informiert.
Anschließend gehts auf Station 3B und begrüße alte Bekannte. Eigentlich soll ich auf Station 3A, doch Frau Dr.Decius und Schwester Tabea organisieren ein 2-Bett Zimmer auf der 3B. Morgen gehts dann in 1-Zimmer Suite.
Ich liege mit einem jungen Mann zusammen, der ebenfalls einen Hodentumor hat und der zur Zeit eine Chemotherapie erhält.
Ausser Blutdruck, Temperatur und Puls messen, geschieht heute nichts mehr. Da hätte ich eigentlich nach der Arztbesprechung wieder nach Hause fahren können und am Dienstag morgen wieder im KHS zu erscheinen.

Dienstag,den 08.11.2011 Gewicht: 97,4 KG

Ein sehr nebliger Morgen.
Altbekannte Schwestern der Station 3B begrüßen mich.
Dr. Molitor macht Visite. Ich lasse mich auch von Ihm nochmal über die morgige OP aufklären.
Schwester Josie begrüßt mich und schickt mich zum EKG. Ich bekomme heute noch 3 Ltr. Darmreinigungslösung (Golytely), die ich zwischen 10:00-16:00 Uhr trinken muß. Ja dann mal Prost.
Um Punkt 16:00 Uhr trinke ich den letzten Schluck von diesem Sauzeug und muß mich fast übergeben.
Zu Essen bekomme ich am heutigen Tage nichts mehr.
Christa besucht mich und wünscht mir für die morgige OP alles Gute.
Die Nacht verläuft recht ruhig. Ein wenig nervös bin ich aber trotzdem.schaf

Mittwoch, 09.11.2011 Gewicht: 95,5 KG

Heute startet also der hoffentlich letzte Teil meines Leidensweges.
Mein OP Termin ist für 10:00 Uhr geplant. Um 8:30 Uhr Chefvisite. Dr. Börgermann fragt mich, ob ich genug Zeit mitgebracht habe?
Na klar, ich habe ja zur Zeit nichts anderes zu tuen. Also können Sie loslegen. Ich habe nur noch 2 Wünsche:
1. Es wäre toll, wenn Sie meine linke Niere retten könnten und 2. gehe ich in ca. 45 Tagen in meinen Altersruhestand, den ich noch viele Jahre genießen möchte.
Ich fühle mich bei Ihnen gut aufgehoben und weiß, das alles gut wird.
Nachdem ich mein OP Hemd angezogen habe, penne ich noch etwas. Mit etwas Verspätung werde ich gegen 11:00 Uhr in den OP gebracht.
Dr. Molitor begrüßt mich im Narkose Vorbereitungraum. Das beruhigt mich noch mehr, das er mit bei der OP ist.
Wenige Minuten später bin ich im Land der Täume und der Chef kann mit seinen Kollegen an mir herumschnippeln.
Das erste was ich wieder wahrnehme, ist der Blick auf die Uhr auf der Intensivstation. Was schon 17:45 Uhr. Wie lange hat denn die OP gedauert?
Diese Frage beantwortet mir Christa, die schon seit Stunden auf das Ende der OP gewartet hat. Über viereinhalb Stunden habe sie an mir herumgeschnitten.
Die Niere wurde erhalten und das Ergebnis des Schnellschnittes war positiv. Das Gewebe ist abgestorben. Super.
Bis zum nächsten Vormittag ca. 10:00 Uhr verbleibe ich auf der Intensivstation, dann werde ich vom Pflegepersonal der 3B wieder auf meine Einzelsuite gebracht.
Ich bin natürlich ziemlich platt von der OP. Als ich erstmals den Bauchschnitt von ca. 30 cm betrachte, bin ich schon sehr erschrocken.
Die haben anscheinend den ganzen Bauchraum aufgeklappt um wirklich alles was nicht dort hineingehörte herauszuholen. Wie ich ja später erfahre, ist dies auch hervorragend gelungen.
Jetzt heißt es vorrangig wieder zu Kräften zu kommen. Gar nicht so einfach, denn ich verspüre keinerlei Appetit. Viel trinken ist angesagt.
Großartige Schmerzen habe ich keine.

Freitag, 11.11.2011

Die Nacht war einigermaßen ruhig. Zum Frühstück gibts noch Zwieback und Tee. Lecker!
Anschließend Chefvisite. Die Wunde sieht gut aus. Der komplette Tumor konnte entfernt werden. Man geht davon aus, das der histologische Befund gleich dem des Schnellschnittes ist.
Das hört sich schon mal ganz gut an.

Mittwoch, 16.11.2011 Gewicht: 95,7 KG

Am heutigen Tag ist der 5. Werktag nach der OP. Heute sollte das Ergebnis der histologischen Untersuchung des Tumors vorliegen.
Dr. Molititor ist recht früh im Zimmer und spreche Ihn darauf an. Da kümmere ich mich gleich mal drum.
Mein Frühstück kommt. Ich lese die Dürener Zeitung. Für die Stadt Düren ist der heutige Tag ein Gedenktag, denn am 16. November 1944 gegen 15:23 Uhr fand ein Bombenangriff statt, der Düren fast komplett zerstörte. Das der 16. November 2011 auch für mich mal zum Gedenktag werden sollte konnte ich noch nicht erahnen. Gegen 08:15 Uhr Visite mit OA Dr. Breuer und den Stationsärzten Molitor und Baily und Schwester Josie.
Die Gesichter dieser Stationsärzte sollte ich mir merken, beginnt OA Dr. Breuer. Noch kapiere ich Nichst.
Der histologische Befund hat ergeben, das ich Tumor-und Krebsfrei bin, also quasi Gesund!
Tränen der Freude suchen ihren Weg nach draußen. Ich bin platt und weiß nicht was ich sagen soll. Soll der Kampf tatsächlich gewonnen und zu Ende sein?
Ja das ist er. Auf den Tag genau nach 6 Monaten, als alles begann, ist der Krebs besiegt. Ein unglaubliches Gefühl.
Ich glaube, ein leises Danke an die Ärzte habe ich noch hervorgebracht.
Nach der Visite sofort ans Telefon und Christa anrufen. Ich heule und Sie fragt erstaunt, was denn los sei?
"Ich bin Gesund und habe keinen Krebs mehr." sage ich. Auch Ihr kommen die Freudentränen. Wir haben es gemeinsam geschafft.
Christa ist kurze Zeit nach unserem Telefonat im Krankenhaus. Wir liegen uns glücklich in den Armen. Der Kampf hat sich gelohnt. Fabian und Alexander melden sich telefonisch. Beide sind glücklich. Etwas später kommt mein bester Freund Klaus zu Besuch. Auch er freut sich riesig über die positive Entwicklung.
Am nächsten Tag steht das Telefon nicht mehr still. Die Freude ist bei allen groß.

Samstag, 19.11.2011 Gewicht: 94,0 KG

An den letzten beiden Tagen wurden alle Klammern der Narbe entfernt. Es sieht gut aus. Nach Rücksprache mit dem Chefarzt kann ich am Samstag nach Hause.
Klamotten zusammen packen und gegen 13:30 Uhr holt mich Christa ab. Es geht nach Hause. Die heimische Umgebung tut mir sichtlich gut. Ich habe wieder Appetit auf das leckere Essen von Christa.
Jetzt heißt es erstmal erholen von den Strapazen der letzten 6 Monate. Dann schauen wir mal weiter. Am 01.12.2011 wird ein Abschluß-CT gemacht. Diese Aufnahmen dienen den Ärzten als Grundlage für die alle 3 Monate stattfindenden Nachuntersuchungen als Vergleich für etwaige Veränderungen.
Am 05.12.2011 findet ein letztes Gespräch mit dem Chefarzt Dr. C. Börgermann im KHS statt. Die Behandlung meiner Erkrankung ist abgeschlossen. Wir sehen uns im kommenden Jahr alle 3 Monate zur Kontrolluntersuchung hier im KHS.
Für Donnerstag, den 19.01.2012 ist die ambulante OP zur Entfernung der "DJ"- Harnleiterschiene geplant. Als einzigster Fremdkörper verbleibt der Port noch ca. 1 Jahr in meinem Körper aber das stört mich nicht. So, an dieser Stelle endet meine Berichterstattung über meine Krebserkrankung.

schafNach den vierteljährlich durchgeführten Kontrolluntersuchungen werde ich meinen Bericht jeweils aktualisieren. Ich gehe davon aus, das es zukünftig nur positive Ergebnisse gibt. Zum Abschluß möchte ich mich bei all den Menschen bedanken, die mich während der Krankheit unterstützt haben.
Besonders bedanken möchte ich mich bei meiner Frau Christa, die immer und jederzeit für mich da war und die nie aufgegeben hat. Sie hatte bei jedem Besuch ein Lächeln für mich. Danke mein Schatz, ich liebe Dich. Auch Danke an meine beiden Söhne Alex und Fabian, die mich jederzeit tatkräftig unterstütz haben.
Nicht zu vergessen mein Freund Klaus, der immer für mich da war. Danke Klaus, wir werden noch viele Gladbachspiele live besuchen.
Danke auch an all die, die mich im KHS oder zuhause besucht haben oder die mir telefonisch alles Gute gewünscht haben ( Familie, Freunde, Arbeitskollegen). Zum Abschluß nochmals ein herzliches Dankeschön an das Team der Urologischen Abteilung des KHS Düren unter der Leitung von Dr.med. Christof Börgermann und an das gesamte Pflegeteam der Station 3B unter der Leitung von Marion Küpferle. Ihr wart alle Klasse.
Vielen Dank an Fabian, der mir die persönlichen Genesungswünsche von meinem Lieblingsverein Borussia Mönchengladbach als Weihnachtsüberraschung besorgt hat. Herzlichen Dank auch an meine BULIGA Mannschaft Borussia Mönchengladbach
, die mir mit hervorragenden Spielen während meiner Krankenphase die Zeit sehr erleichtert haben.
"Wir sehen uns im Stadion"

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Kapitel 6:Die regelmäßigen Nachuntersuchungen.

Wie schon im 5. Kapitel erwähnt, werden im ersten Jahr nach der Genesung vierteljährliche Nachuntersuchungen durchgeführt.
Diese Untersuchungen dienen dazu rechtzeitig zu erkennen, wenn die Krankheit wieder auftritt. 1. Nachuntersuchung KW.10/2012 Meine erste Nachuntersuchung fand in der Kalenderwoche 10 im Krankenhaus Düren statt. CT-Abdomen wurde am 05.03.2012 erstellt und am 08.03.2012 fanden in der Urologie bei OA Dr.Bialowons weitere Untersuchungen wie Blutabnahme (Tumormarker) Röntgen der Lunge, Ultraschall usw. statt.
Kurz und knapp das Ergebnis: Alles OK. Wir sehen uns dann in 3 Monaten wieder.
Ein beruhigendes Ergebnis. So kann es weitergehen. 2. Nachuntersuchung KW.27/2012 Meine zweite Nachuntersuchung fand am 02.07.2012 ( CT-Abdomen) und am 05.07.2012 im KHS Düren statt. Die Untersuchung und das Gespräch wurden von OA Dr. Leonhard sehr kompetent durchgeführt.
Auch dieses mal war das Ergebnis sehr gut. Alles im grünen Bereich. Super. Vereinbart wurde auch, das im Juli 2012 der "Port" port3 port1

endgültig entfernt wird. Bei dieser kleineren OP wird auch der "DJ" entfernt bzw. gewechselt. Mittwoch, den 18.07.2012 Um 7:00 Uhr melde ich mich auf Station 3a. Heute soll der Port aus meinem Körper entfernt werden.
Bei der gleichen OP soll auch die Harnleiterschiene (liegt zwischen li Niere und Blase) gewechselt oder entfernt werden .
Um 8:30 Uhr gehts ins OP und gegen 11:00 Uhr bin ich wieder auf meinem Zimmer.
Dr.Molitor informiert als erstes über den getätigten Luuk de Jong Transfer und das Naldo den Medizin Check bei Wolfsburg nicht bestanden hat und anschließend erfahre ich was bei der OP gemacht wurde. Die Harnleiterschiene wurde entfernt und es war nicht notwendig, eine neue einzusetzen. Gute Nachricht.
Der Port wurde ebenfalls ohne Komplikationen entfernt.
Am nächsten Morgen werde ich aus dem KHS entlassen. Nun sind alle künstlichen Fremdkörper aus meinem Körper entfernt. Ich habe beschlossen, das da auch nichts Neues mehr reinkommt. Das nächste mal melde ich mich zu der im Oktober/November anstehenden 3. Krebsnachuntersuchung. 3. Nachuntersuchung KW.41/2012 Meine dritte Nachuntersuchung fand am 12.10.2012 ( CT-Abdomen) wieder im KHS Düren statt. Es war mal wieder sehr aufregend.
Am 10.10.12 wurde zuerst einmal Blut abgenommen, um den Kreatininwert zu ermitteln. Der war leider zu hoch und somit mußte ich dann am 12.10. morgends nochmal zur Blutabnahme vor dem CT erscheinen.
Also ein langer Freitagmorgen ohne Frühstück.

Das Ergebnis war wieder ein zu hoher Kreatininwert. Also gabs vor und nach dem CT Flüssigkeit über einen Tropf. Blutnachuntersuchung wurde dann noch am Samstag, den 13.10. gemacht.

Am Montag, den 15.10. informiert mich die Urologie, das der Kreatininwert noch weiter erhöht ist.
Ich muß nochmal ins KHS zur Blutabnahme und Nierenkontrolle durch Ultraschall.
Zum Glück gibt es keinerlei Stauungen. Am Mittwoch wird nochmal eine Blutuntersuchung gemacht.

Am Freitagmittag ist es endlich soweit. 11:20 Uhr Besprechungstermin CT-Aufnahmen im KHS Düren.
Leider müssen wir relativ lange warten, bis das Gespräch beginnt.
Oberarzt Dr. Kliener übernimmt diesen Part.

Die wichtigste Botschaft hören wir zuerst: "Das CT zeigt keinerlei Anzeichen auf Veränderungen hinsichtlich Krebs". Super!!! Alles ok. Wir sind wieder sichtbar beruhigt.Das Warten hat ein Ende.

Wegen meiner nicht so guten Nierenwerte, sollte ich mal einen Spezialisten aufsuchen.

Das war's für dieses Jahr. Alles gut verlaufen.

Die nächste Untersuchung planen wir im Januar 2013 ein.

4. Nachuntersuchung KW.6/2013 Meine vierte Nachuntersuchung fand am 04.02.2013 ( CT-Abdomen) wieder im KHS Düren statt. Diesmal lief alles sehr unspektakulär ab.
Am 29.01.2013 zur Blutabnahme und dann am 04.02.2013 um 8:00 Uhr zum CT. Diesmal waren die Nierenwerte besser, so das ich keine Infusionen vor oder nach dem CT bekommen mußte.
Um 10:00 Uhr war ich schon wieder zuhause.

Am Mittwoch, den 06.02.2013 um 9:00 Uhr hatte ich dann meine Nachbesprechung mit dem OA Dr. Kliener.
Ergebnis: Alles ok. Ich bin gesund und munter. Jetzt können wir Karneval feiern.

Die nächste Untersuchung planen wir im Mai 2013 ein.

5. Nachuntersuchung KW.22/2013 Meine fuenfte Nachuntersuchung fand am 27.05.2013 ( CT-Abdomen u. Thorax) wieder im KHS Düren statt. Auch dieses Mal lief alles ohne Komplikationen ab.
Am 24.05.2013 zur Blutabnahme und dann am 27.05.2013 um 8:30 Uhr zum CT. Diesmal waren die Nierenwerte wieder etwas schlechter, aber ich brauchte keine Infusionen vor oder nach dem CT. Nur viel trinken, damit das Kontrastmittel aus dem Koerper geschwemmt wird.
Der Roentgenarzt teilte mir nach dem CT bereits mit, das alles in Ordnung sei. Um 11:00 Uhr war ich schon wieder zuhause.

Am Mittwoch, den 29.05.2013 um 11:40 Uhr hatte ich dann meine Nachbesprechung mit dem OA Dr. Kliener.
Ergebnis: Alles ok. Ich bin nach wie vor gesund und munter.

Die naechste Untersuchung planen wir im September 2013 ein.

6. Nachuntersuchung KW.40/2013 Meine sechste Nachuntersuchung fand am 01.10.2013 ( CT-Abdomen u. Thorax) wieder im KHS Düren statt. Auch dieses Mal lief alles ohne Komplikationen ab.
Am 30.09.2013 zur Blutabnahme und dann am 01.10.2013 um 8:30 Uhr zum CT. Diesmal waren die Nierenwerte wieder etwas schlechter (Kreatinin 1,74).
Ich bekam wieder mal eine Infusionen vor dem CT und ich mußte der Aerztin versprechen, nach dem CT mindestens 2 Ltr. Fluessigkeit zu mir zu nehmen, damit das Kontrastmittel aus dem Koerper geschwemmt wird. Versprochen.
Der Roentgenarzt teilte mir nach dem CT bereits mit, das alles in Ordnung sei. Um 11:00 Uhr war ich schon wieder zuhause.

Am Montag, den 07.10.2013 um 13:40 Uhr fand dann meine Nachbesprechung mit Chefarzt Dr.Boergermann statt.

Ergebnis: Wie schon vom Roentgenarzt diagnostiziert, ergaben sich keine Befundaenderungen zur letzten Untersuchung. Wegen des nach wie vor hohen Kreatininwertes sollte ich auf jeden Fall einen Nephrologen (Nieren Spezialist) aufsuchen. Termin ist fuer den 14.11.2013 eingeplant.

Die naechste Untersuchung (CT Abdomen und Lunge)planen wir im Juli 2014 ein.

7. Nachuntersuchung KW.29/2014 Meine siebente Nachuntersuchung fand am 18.07.2014 ( CT-Abdomen u. Thorax) wieder im KHS Düren statt. Auch dieses Mal lief alles ohne Komplikationen ab. Aufgrund meiner nicht mehr voll arbeitender Nieren (47%), wurde auf anraten des Nephrologen das CT ohne Kontrastmittel durchgeführt.
Der Roentgenarzt teilte mir nach dem CT bereits mit, das alles in Ordnung sei. Die Lungenfibrose sei auch leicht zurück gegangen.

Am Freitag, den 25.07.2014 um 09:00 Uhr fand dann meine Nachbesprechung in der Urologie statt. Alles OK. Die Lungenfibrose sei aber unverändert gegenüber dem letzten Befund.

Die nächste Routineuntersuchung(CT) wird für Januar/Februar 2015 geplant.

8. Nachuntersuchung KW.5/2015 Meine achte Nachuntersuchung fand am 30.01.2015 ( CT-Abdomen u. Thorax) wieder im KHS Düren statt. Auch dieses Mal lief alles ohne Komplikationen ab. Aufgrund meiner nicht mehr voll arbeitender Nieren (47%), wurde auf anraten des Nephrologen das CT ohne Kontrastmittel durchgeführt.
Das Ergebnis in Kurzform wurde mir anschließend vom Röntgenarzt mitgeteilt. Wie immer war alles ok.

Am Freitag, den 06.02.2015 um 11:20 Uhr fand dann meine Nachbesprechung in der Urologie statt. Alles OK.

Die nächste und auch im Rahmen der Nachuntersuchungen (CT) letzte Untersuchung wird für August 2015 geplant.

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