Reha Königstuhl

Die REHA in Heidelberg-Königstuhl

Endlich ist es soweit.smiley Nach mehr als 9 Monaten Wartezeit geht es am 29.06.2016 für drei Wochen in die REHA Klinik Heidelberg-Königstuhl.

Von dieser Maßnahme verspreche ich mir einiges.

Mittwoch, den 29.06.2016

Um 6:00 Uhr holt mich Taxi Justen ab und wir düsen nach Heidelberg-Königstuhl, wo wir gegen 9:30 Uhr ankommen.

Die Anmeldung ging recht zügig und ich bekomme das Zimmer 119 auf der Unteretage U1.
Genug Platz in den Schränken, Badezimmer groß genug und auch sonst alles ok.
Das TV Gerät ist auch modern (Samsung) Flachbildschirm.

Der Pfleger der Station erklärt mir diverse Abläufe die wichtig sind.

Auf jeden Fall jeden Abend im Postfach nachschauen, ob der neue Therapieplan oder eventuell eine Änderung des Plans vorliegt.

Jeden Morgen auf die Waage und Blutdruck messen.

Um 11:40 Uhr habe ich meine Eingangsuntersuchung mit Gespräch durch den Stationsarzt Dr.Nagel. Hinweis von Dr.Nagel, beim Sozialamt meinen Behindertenausweis von "G" auf "aG" zu erweitern. Das stünde mir bei meinem Zustand zu.

Donnerstag, den 30.6.2016

Um 9:30 Uhr gehts zum EKG und anschließend mit dem Taxi nach Heidelberg in die PH-Ambulanz der Toraxklinik.

Anmeldung recht flott, Überweisung muß ich nachreichen.

Der Weg zur Ambulanz ist recht weit aber zu Fuß geschafft.

Anmeldung PH-Ambulanz, Blutabnahme und diverse Fragen. Die haben heute noch einige Untersuchungen und Tests vor.

Mittlerweile ist es 12:30 Uhr und ich warte auf die nächste Untersuchung.

12:53 Uhr Laktattest; Endlich.

Um 13:09 Uhr soll ein EKG gemacht werden??? Hab ich doch schon heute morgen in der Reha gemacht bekommen! Erledigt.

Gegen 13:30 Uhr ist der Lungenfunktionstest auch erledigt.

Ich muß dringend aufs Klo.

Es gibt auch noch gute Menschen. Eine der PH Mitarbeiterinnen fragt mich ob ich etwas trinken möchte??? Gerne. Eine kühle Fl. Wasser wird serviert. Danke dafür.

Gegen 15:08 Uhr ist auch die Spiro erledigt und OA Dr.Nagel informiert mich über das Ergebnis.

Da mein Puls immer so niedrig ist, soll ich ab sofort Bisoprolol halbieren.

Um 16:00 Uhr bin ich wieder zurück in der Rehaklinik und ziehmlich ko. Ich ruhe ein wenig aus, dann Abendbrot und anschließend Fußball schauen.

Freitag, den 01.07.2016

Beim Frückstück gibt es O-Saft nur Dienstags und Sonntags. Das ist einfach Schwach.

Um 9:30 Uhr gibt es die erste Anwendung. PH-Krafttraining Einweisung durch Dr.Göhl.

Als nächstes um 11:00 Uhr PH-Atemtraining durch Frau Heim.

Mittagessen, Portion sehr groß aber auch lecker. Ich befrage eine Mitarbeiterin wieso denn bereits um 12:15 Uhr kein Nachtisch mehr da sei? Ja wir hatten nicht soviele Melonen heute!!! Ich könnte mich ja beschweren.

Ein weiterer Punkt, der mich sehr störte, war die angemessene Bekleidung, in der man den Speisesaal betreten sollte. Viele hielten sich nicht daran.
Da sah man Typen mit fetten Wampen die über der kurzen Hose frei hingen, verschwitzte Achselfreie T-Shirts anhatten. Einfach abstoßend und ekelhaft.

13:00 Uhr,  6-Minuten Gehtest. Ergebnis knappe 110m. Na ja.

Um 13:50 Uhr wird mir ein Langzeit EKG angelegt und anschließend auf zum ersten Ergometer Training.

Zehn Minuten darf ich erst mal radeln. Meine Sauerstoffzufuhr wird von 2Ltr. auf 4Ltr. erhöht, weil meine Sauerstoffsättigung zu niedrig war.

Am Nachmittag ein wenig relaxen, dann Abendessen. Der neue Therapieplan liegt auch schon im Postfach. Samstag und Sonntag je einmal Ergo Training, ansonsten frei.

Das brauche ich auch, denn die ersten Tage waren schon ganz schön anstrengend.

Die fast freien Tage am Samstag und Sonntag hatte ich auch bitter nötig.
Wenn man wie ich monatelang kaum gelaufen ist, dann haben die ersten Tage doch sehr geschlaucht. Zusätzlich zum Laufen auch noch immer die ca. 5KG schwere O2 Flasche auf dem Rücken.

Einen Rollator wollte ich mir aber ersparen. Man ist ja auch ein wenig Eitel.

Die nächsten Wochen der Reha versuche ich ein wenig zusammenzufassen.

Die Trainingsprogramme für die PH-Gruppe (ca. 10 Personen) setzte sich hauptsächlich durch 4 Komponenten zusammen, die jeweils ca. 30 Min. dauerten:

PH-Atemtraining in der Gruppe

PH-Krafttraining in der Gruppe

Gehtraining/ 6-Min. Gehtest individuell mit einem Therapeuten

Ergometer Training in der Gruppe mit ca. 12 Teilnehmern aus der ganzen Klinik

Zusätzlich gab es dann auch noch Autogenes Training, Massagen, Fachvorträge usw.

Selbstverständlich konnte man auch bei seinem Stationsarzt Wünsche zu Therapien stellen.

Beispiel für einen Therapieplan:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Therapeuten/Trainer haben ein sehr straffes Tagesprogramm und springen von einer Gruppe zur nächste in einem doch sehr engen Zeitplan.
Grundsätzlich machten die Therapeuten einen guten Job. Unterschiede gab es jedoch auch. Manche spielten ihr Programm ohne jegliche Erlärung ab und kümmerten sich recht wenig um die Teilnehmer.
Andere wiederum gingen sehr intensiv mit vielen Erläuterungen in das Trainingsprogramm und der Reha-Teilnehmer wurde ausführlich über die einzelnen Trainingsschritte mit Hintergrundwissen informiert.
Was ich auch toll fand, waren die sehr wenigen Ausfälle bzw. Änderungen der Trainingsstunden.

Freizeit hatte man eigentlich ausreichend. Für die PH Teilnehmer war es jedoch teilweise sehr schwierig sich auf dem hügeligen, bergischen Gelände rund um die Klinik zu bewegen.
Sobald man vor die Kliniktüre trat, kam eine Steigung oder Gefälle. Gut fürs Training aber doch zum Teil sehr anstrengend.

Was ich absolut schlecht fand, war die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
Wollte man mit dem Bus nach Heidelberg oder zum Königstuhl fahren, so mußte man zuerst eine sehr steile Straße zur Bushaltestelle zurücklegen.

Bei meiner ersten Tour nach Heidelberg war ich fix und alle als ich die Bushaltestelle endlich erreicht hatte.

Warum der Bus nicht bis vor die Klinik fährt, ein geräumiger Wendehammer ist ja vorhanden, kann ich nicht nachvollziehen.

 

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